25. April 2013
Liebe Leserinnen, liebe Leser

Die vorliegende Ausgabe des «Bach-Blettli» ist schwergewichtig dem Thema Lamm und Schwanderbach gewidmet. Für diese beiden Wildbäche werden derzeit Wasserbaumassnahmen geplant.

Einerseits beleuchten wir den Aspekt der forstlichen Verbauungs- und Aufforstungsprojekte. Ueli Ryter von der Abteilung Naturgefahren im kantonalen Amt für Wald zeigt auf, wie sich die Bewaldungen im letzten Jahrhundert positiv auf die Hochwassergefahren in Brienz ausgewirkt haben. Nebst der Verkleinerung des Oberflächenwasserabflusses tragen die Verbauungen dazu bei, dass der Geschiebetransport aus den Hängen durch Terrainverbau und Aufforstung mit standortgerechten Pflanzen stark reduziert worden ist.

Die Sünden aus dem Mittelalter, als die Einzugsgebiete zur Gewinnung von Alpweiden entwaldet wurden, konnten in den letzten Jahrzehnten in mühsamer Handarbeit zumindest teilweise getilgt werden. Der natürliche Schutz des darunter liegenden Siedlungsgebiets muss jedoch konstant weitergehen und verdient weiterhin die Aufmerksamkeit aller Verantwortlichen.

In einem zweiten Artikel stellt Simeon Mathyer, Präsident der Schwellenkorporation Schwanden, die Geschichte des Lammbachs detailliert dar. Die über 100 Jahre alten Sperren tragen nach wie vor zum Schutz der Dörfer bei, haben jedoch durch Geschiebe, Erosion und Unterströmung ihre ursprüngliche Wirkung zum Teil eingebüsst. Die Fachhochschule Luzern hat den Zustand aller Bauwerke untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass einige Sperren für die geplanten Wasserbaumassnahmen immer noch relevant sind und Massnahmen zu deren weitergehendem Erhalt nötig sind.

Andrea Andreoli
Präsident Schwellenkorporation Brienz
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Trachtbach, beim Weidli
Trachtbach, beim Weidli

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